Netzwerke als Start in eine erfolgreiche Zukunft nach dem Studium!? Teil 2
13. Oktober 2019
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Im Vorstellungsgespräch überzeugen

Sie fragen sich wie sie ganz einfach von sich in einem Vorstellungsgespräch überzeugen können? In diesem Blogbeitrag finden Sie ihre Antwort auch diese Frage.

Zuerst einmal bleiben Sie ruhig und seien Sie von Ihren Kompetenzen selbst überzeugt. Bereiten Sie sich auf Schlüsselfragen wie „Stellen Sie sich selbst vor“, „Was sind ihre Stärken und Schwächen“ und „Warum wollen Sie ihre derzeitige Stelle verlassen“ gut vor, aber bleiben Sie auch im Gespräch immer noch spontan und flexibel. Achten Sie auf ihre Körpersprache, ein fester Händedruck überzeugt, genauso wie ein klarer Blick und aufrechtes sitzen. Und zu guter Letzt: wählen Sie den Dresscode passend zur Unternehmenskultur, sprich Business zu Business und Casual wenns etwas lockerer sein darf.

Durch Selbstsicherheit im Bewerbungsgespräch überzeugen

Sie haben bereits eine überzeugende Bewerbung abgeliefert und haben sich damit die Tür zum Vorstellungsgespräch eröffnet. Erst einmal herzlichen Glückwunsch dazu. Freuen Sie sich also darüber und nehmen Sie den Druck raus. Respekt vor der Situation ist legitim, Panik jedoch nicht angebracht. Denn es handelt sich grundsätzlich um ein Verhandlungsgespräch und nicht um eine Prüfungssituation. Um welche Art von Bewerbungsgespräch es sich handelt, ist von vornherein nicht immer klar, versuchen Sie dennoch im Vorfeld so viel wie möglich über die Gesprächsart herauszufinden. Fragen Sie bei Ihrer Ansprechperson nach, ob Sie etwas für das Gespräch vorbereiten können, wie viel Zeit für das Gespräch anberaumt wurde, wer alles am Gespräch beteiligt sein wird und ob es einen Testmodus gibt. Möglich sind nämlich Einzelgespräche, Mehrfachgespräche mit verschiedenen Partnern (ihren späteren Vorgesetzten), Stressinterviews, Assessment Center (mit der Bearbeitung von Fallstudien). Wichtig ist, dass Sie mit einem guten Gefühl zu ihrem Gespräch gehen.

Hier eine kurze Checklist zum Selbstvertrauen und zum guten Gefühl:

  1. Auf was sind Sie in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn besonders stolz?
  2. Was schätzen Sie an sich selbst am meisten?
  3. Wie haben Sie sich selbst für ihren bisher größten Erfolg belohnt?
  4. Über welches Feedback von Außen haben Sie sich besonders gefreut?
  5. Über was können Sie von Herzen lachen?

Überzeugen…aber worin?

Neben Fachfragen zur Branche und Arbeitsstelle möchten GesprächspartnerInnen im Vorstellungsgespräch u.a. Folgendes über Sie herausfinden:

  1. Wie spontan können Sie als Bewerberin/ Bewerber reagieren?
  2. Verstehen Sie als Bewerberin/Bewerber, was man von ihnen will?
  3. Welcher Typ Mensch sind Sie?
  4. Können Sie als Bewerberin/Bewerber das Unternehmen nach außen vertreten?

All das sind Fragen, die im Vorstellungsgespräch für ein Unternehmen eine große Rolle spielen. Eine Sache, auf die man sich weniger gut vorbereiten kann, ist die persönliche Sympathie, die bei der Auswahl natürlich eine Rolle spielt. Hier gilt ganz klar: Authentizität  & Höflichkeit.

Vermeiden Sie No Go´s: Unpünktlichkeit, peinlicher Social Media Auftritt oder überzogene Gehaltsvorstellungen – geht gar nicht! Die ultimativen No-Go´s sind hier zusammengefasst.

Interesse zeigen

Informieren Sie sich bereits vor dem Gespräch über die Firma. Womit genau befasst sich das Unternehmen, wer sind die wichtigsten Entscheidungsträger, prägen Sie sich evtl. die Namen des obersten Managements ein. Von diesen Informationen können Sie einiges ins Gespräch einfließen lassen. Aber zeigen Sie, wenn es passend ist auch Interesse an ihrem Gegenüber, fragen Sie sie/ihn wie lange sie/er schon für das Unternehmen tätig ist, ob möglicherweise bereits ein interner Stellenaufstieg erfolgt ist, wie er/sie die Unternehmenskultur beschreiben würde etc.

Bereiten Sie sich auf ihre Selbstpräsentation vor

Mit ein wenig Vorbereitung meistern Sie auch die Selbstpräsentation, die meist nach der Aufforderung „Erzählen Sie über sich“ erwartet wird. Überlegen Sie sich vorher, mit wem Sie sprechen und erzählen Sie nicht Ihren Lebenslauf chronologisch, denn diesen kennen Ihre GesprächspartnerInnen bzw. haben ihn vor sich. Heben Sie stattdessen die für die Stelle relevanten Aspekte hervor und überlegen Sie sich einen roten Faden, an den Sie sich während des Gesprächs halten können. Falls es in Ihrer Bewerbung heikle Punkte gibt, gehen Sie offen damit um. Tipps zur Selbstpräsentation und zur Gesprächssturkturierung gibt es hier.

Haben Sie noch Fragen

„Haben Sie noch Fragen?“ Mit dieser Frage endet die intensive Phase vieler Vorstellungsgespräche. Hier ist es tatsächlich notwendig, einige Gegenfragen parat zu haben, z.B: Fragen zur Einarbeitungsphase, zu Weiterbildungen, zum Unternehmen, zur Unternehmenskultur etc. Falls Folgendes noch nicht geklärt ist fragen Sie: Warum ist diese Stelle frei? Welches sind die Herausforderungen dieser Position? Wann darf ich mit einer Entscheidung rechnen?

Schlüsselfragen im Vorstellungsgespräch und was Sie drauf antworten können

Beim Vorstellungsgespräch wähnen sich viele Bewerber bereits am Ziel. Doch sie können sich irren. Zum Beispiel wenn ihnen zu den Fragen der künftigen Chefs keine richtigen Worte einfallen. Hier fünf Beispiele und wie man die richtigen Antworten parat hält.

  1. Erzählen Sie etwas von sich:
    Auf diese Frage möchte der Interviewer nicht Privates hören. Es sei denn, es ist tatsächlich für die künftige Tätigkeit relevant. Also lieber nicht von der Beziehung, den Kindern oder Hobbies sprechen, sondern über den Hintergrund der beruflichen Biographie.
    Man ist aber durchaus berechtigt nachzuhaken. „Wo soll ich beginnen?“ oder „Was möchten Sie genau wissen?“.
  2. Warum wollen Sie Ihre aktuelle Stelle verlassen?
    Negative Äußerungen über den momentanen Arbeitgeber sollten vermieden werden. Denn wer das tut, wird als nicht sehr loyal eingeschätzt. Trotzdem können Konflikte am Arbeitsplatz angesprochen werden. Dabei sollte man deutlich machen, dass man versucht hat, diese zu lösen. Eine andere Antwort auf die Frage ist aufzuzählen, warum man beim neuen Arbeitgeber beginnen möchte. Zum Beispiel, dass der Wechsel jetzt der richtige nächste Karriereschritt ist.
  3. Welche Stärken und Schwächen haben Sie?
    Am besten man setzt sich bereits vor dem Vorstellungsgespräch mit seinen eigenen Stärken und Schwächen auseinander. Dann ist es leichter, sie im Gespräch zu identifizieren und zu erläutern, wie man damit umgeht und an diesen arbeiten kann. Sich als Superwoman oder Superman hervorzutun, ist ein No Go. Auch Aussagen darüber, dass man schlau ist oder besonders hart arbeitet, sind riskant. Denn die Antwort könnte lauten, dass bereits der Großteil der anderen Kandidaten das Gleiche gesagt hat. Besser: Eigene Potentiale hervorheben und Möglichkeiten aufzeigen, diese in der neuen Stelle einzubringen.
  4. Haben Sie kurzfristige Ziele?
    Vorsicht: Sie wissen nicht, was der Arbeitgeber unter „kurzfristig“ versteht. Manche verstehen darunter sechs Monate, andere 18 oder 24 Monate. Daher sollte man sich hier vergewissern: „Von welchem Zeitraum sprechen wir?“
    Dann sollte man seine Ziele noch in Einklang mit der Position nennen, für die man eingeladen wurde. Und Antworten, wie „Ich möchte so schnell wie möglich aufsteigen“, kommen nicht gut an, denn zuviel Ehrgeiz tut selten gut.
  5. Haben Sie noch Fragen?
    Eine der wichtigsten Fragen, die ein potenzieller Arbeitgeber stellen kann und die meist am Ende des Vorstellungsgesprächs kommt. Wer keine Fragen mehr hat, zeigt, dass er sich über die künftige Stelle wenig Gedanken gemacht hat oder sich nicht wirklich für Stelle oder das Unternehmen interessiert. Auch zu allgemeine Rückfragen, wie „Was macht das Unternehmen genau?“, zeigen, dass man sich schlecht informiert hat. Punkten kann man hingegen mit Fragen über die Beschaffenheiten der künftigen Abteilung, über deren Aufgaben oder darüber, wie der Arbeitgeber Erfolg messen wird.

10 Tipps zur Körpersprache beim Vorstellungsgespräch

Beim Vorstellungstermin steht natürlich das Gespräch und das Gesprochene im Vordergrund, jedoch auch der Austausch nonverbaler Signale sollte nicht unterschätzt werden. Denn ein Großteil der zwischenmenschlichen Kommunikation spielt sich auf dem Gebiet der Körpersprache ab. 10 Tipps zeigen, worauf man während eines Vorstellungsgesprächs besonders achten sollte:

Auf Authentizität achten: Bei eher zurückhaltenden Menschen ist wildes Herumgefuchtel wenig überzeugend, Extrovertierte sollten sich nicht künstlich zurückhalten.

Gerade, aber entspannte Körperhaltung einnehmen: Besonders wichtig zu Beginn des Gesprächs bei der gegenseitigen Vorstellung. Die ersten Sekunden zählen! Hier gilt die Formel: Kopf hoch, Bauch rein, Brust raus. Übertrieben sollte das allerdings nicht wirken.

Entspannt sitzen: Es sollte die gesamte Sitzfläche eingenommen werden, nicht auf der Vorderkante des Stuhls sitzen und nicht in den Stuhl hineinfläzen. Der Oberkörper sollte nicht zu sehr eingeknickt werden, das wirkt sich negativ auf den Resonanzraum der Stimme aus.

Beweglich bleiben – auch im Sitzen: Stress führt häufig zu einer sichtbaren Körperanspannung, die sich später z.B. in einem steifen Nacken äußern kann. Man sollte daher seine Sitzposition von Zeit zu Zeit ändern und sich stets dem jeweiligen Gesprächspartner zuwenden.

Sparsamer Umgang mit Gesten: Der Einsatz der Hände zur Unterstreichung des Gesagten kann einen positiven Effekt erzeugen. Wildes Herumfuchteln oder gar Drohgebärden jedoch unbedingt vermeiden.

Unsicherheitsgesten vermeiden: Zu solchen Unsicherheitsreaktionen gehören das Kratzen am Hinterkopf oder an der Nase, aber auch das Verschränken der Arme (signalisiert Abwehr).

Mimik gezielt einsetzen: Lieber kein Pokerface aufsetzen, auch wenn das in manch kritischer Situation hilfreich sein mag, denn es lässt das Gesagte auswendig gelernt erscheinen. Mimische Signale sind nicht nur wichtig beim Sprechen, sondern auch beim Zuhören: Sie signalisieren Interesse. Gerade wenn es sich um einen Personalmanager handelt, sollte man diese Erwartung nicht enttäuschen.

Freundlich lächeln: Damit ist ein allgemein freundlicher Gesichtsausdruck. Nebeneffekt: Die dadurch hervorgerufene Mundstellung gibt allem, was man sagt, eine warme Note. Am Besten selber ausprobieren.

Blickkontakt halten: Blickkontakt signalisiert Interesse und Offenheit, Abschweifen des Blicks dagegen Unsicherheit, Desinteresse oder Unaufmerksamkeit.

Ruhig sprechen: Eine klare, deutliche Aussprache mit gezielt gesetzten Pausen kommt am Besten an. Wer zum Nuscheln neigt, sollte vorher lieber trainieren.

Was ziehe ich für das Bewerbungsgespräch an?

Zu einem überzeugenden Auftritt im Vorstellungsgespräch zählt die richtige Kleiderwahl. Denn sie verrät Ihrem Gegenüber viel über Ihre Persönlichkeit. Und genau wie im täglichen Leben zählt hier der erste Eindruck, der sich anschließend nur noch schwer revidieren lässt.
Die Wahl der richtigen Kleidung fürs Vorstellungsgespräch stellt für viele BewerberInnen eine Herausforderung dar. Zuallererst sollte sie zum Job und zur Branche passen und natürlich muss man sich darin wohl fühlen. Der erste Eindruck den man auf sein Gegenüber macht, verfestigt sich bereits innerhalb weniger Sekunden. Dass er danach nicht mehr bzw. nur noch schwer revidierbar ist, macht die Kleiderauswahl im Bewerbungsgespräch nicht unbedingt leichter. Wählen Sie für das Vorstellungsgespräch Ihre Kleidung sorgfältig aus, das ist auch Ausdruck Ihrer Wertschätzung. Auch wenn es keinen bestimmten Dresscode für Bewerbungsgespräche gibt, muss die Kleidung zur Branche und zu der angestrebten Stelle passen. Sie sollten sich sichtlich wohlfühlen. Sonst strahlen Sie das Unbehagen, das Ihnen die Kleidung bereitet, aus. Ungewohnte Kleidung ruhig vorher probetragen. Unabhängig von der angestrebten Position erwarten PersonalerInnen von den BewerberInnen ordentliche Kleidung und ein gepflegtes Erscheinungsbild. Zusammengefasst gilt:

Vorstellungsgespräch Outfit für Frauen

  • Schuhe mit einer Absatzhöhe, in der Sie sich wohlfühlen und sicher gehen können.
  • Make-up, Nagellack und Schmuck dezent einsetzen (außer im Kreativbereich).
  • Immer (auch wenn es noch so heiß ist) eine Strumpfhose unter den Rock (Ersatzstrumpfhose nicht vergessen).
  • Nur dezent parfümieren.
  • Achtung Dekolleté: auch hier ist weniger mehr.

Vorstellungsgespräch Outfit für Männer

  • Gepflegte Hände, Nägel und frisch rasiert – außer natürlich, mann kommt mit schön frisiertem Bart).
  • Krawatten: Vorher binden üben. Regel: Die Spitze endet über dem Hosenknopf. Dezent gemustert, außer man bewirbt sich in der Kreativbranche.
  • Keine offenen Sandalen oder Flip-Flops und niemals Sportsocken.

Doch es muss nicht immer Anzug oder Kostüm sein. Denn je nachdem für welche Stelle und in welcher Branche man sich bewirbt, kommt es vor allem auf die dort herrschenden Konventionen an. Es gelten also verschiedene Dresscodes für verschiedene Berufsgruppen, die zusätzlich von den Unternehmen unterschiedlich ausgelegt werden. Alles nicht so einfach und wieder kein Patentrezept in Sicht.

Branche X = Dresscode Y?
Eine Kurzzusammenfassung allgemeiner Regeln für dein Bewerbungsgespräch Outfit:

  • Finanz- und Bankwesen, Versicherungen, Rechtsabteilungen
    Gerade bei Jobs mit Kundenkontakt empfiehlt sich ein gepflegtes, konservativ klassisches Outfit. In diesem Bereich wird dementsprechend Wert auf formelle Kleidung gelegt, denn auch über die Kleidung sollen Werte wie Seriosität und Sicherheit vermittelt werden. Gleiches gilt also fürs Vorstellungsgespräch. Ein klassisches, konservatives Outfit, sprich Anzug, Kostüm oder Hosenanzug kommen hier gut an, Kreativität und Individualität sind weniger gefragt.
  • Management, Consulting, Training, Marketing und PR
    Da auch hier Kundenkontakt an der Tagesordnung steht, kommen Hosenanzüge, Blazer/Hose-Kombinationen oder Anzüge gut an. Grundsätzlich soll die Kleidung schick und hochwertig sein, in dezenten (gerne auch dunkleren) Farbtönen.
  • IT-Branche
    Je nachdem ob Sie Kundenkontakt haben oder nicht und in welcher Branche Ihr zukünftiger Arbeitgeber ist, gestaltet sich die Kleiderwahl beim Vorstellungsgespräch unterschiedlich. In einer Werbeagentur oder einem jungen Software-Unternehmen können Sie ruhig casual auftreten, etwa mit Jeans, Shirt und Blazer/Sakko. In einer Bank jedoch gilt deren klassischer Dresscode.
  • Kreativbereich, Werbung, Medien, Verlage, Touristik, Mode
    Hier kann man mit Individualität punkten. Das Outfit darf modisch, durchaus bunt und ausdrucksstärker sein und soll Ihren persönlichen Stil unterstreichen. Je nach angestrebter Stelle dürfen auch das eine oder andere auffällige Teil bzw. Accessoire mit ins Bewerbungsgespräch, wie z.B. Shirts in auffälligen Prints, originelle Schals oder Krawatten und andere ausgefallene Accessoires.

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