inkl. Mastermesse:

Der Kampf um die Karriere-Suchenden

Maximilian Egger – Geschäftsführer der SoWi-Holding, Veranstalter und Organisator von

Bildungs-, Berufs- und Karrieremessen – im Interview. Copyright Picture: Andreas Friedle

 

"Ich sage mal salopp, man kann die Versäumnisse von 35 bis 40 Jahren nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren aufholen."
Maximilian Egger
Zum 15. Mal fand letzten Mittwoch, dem 4. Mai 2022, die career & competence statt, zum 6. Mal mit master lounge und zum zweiten Mal - seit Ausbruch von Corona - wieder in Präsenz. Die rekordverdächtige Anzahl an Ausstellern zeigt deutlich, wie dringend die Tiroler Wirtschaft in nahezu allen Branchen Talente sucht. Organisator und Veranstalter Maximilian Egger berichtet im Interview, wie es um den Arbeitsmarkt steht und woran es noch immer hapert.

Wer kämpft in Tirol derzeit am meisten um Nachwuchs und Talente?

Tatsache ist, dass Recruiting eine unternehmensstrategische Aufgabe ist, oder anders gesagt, eine Investition in die Zukunft. Um den guten Ruf des Standorts Tirol auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, gilt, dass das Land über die gesamte Qualifizierungsebene, sprich vom Hilfsarbeiter zum Lehrling, vom Facharbeiter bis zum Maturanten bis hin zu akademisch ausgebildeten Mitarbeitern, dieses Arbeitskräfteangebot bieten muss, um weiter bestehen zu können. Das heißt, Firmen aller Branchen versuchen, sich aus dem Topf der Besten zu bedienen.

Was muss ein Unternehmen bieten, um heute eine Chance zu haben?

Die Pandemie hat  gezeigt, dass ein ganz bemerkenswerter Umbruch im Gange ist. Einerseits gibt es diese berühmte demografische Kurve. Andererseits hat man ganz deutlich auch gesehen, dass ein neues Selbstbewusstsein entstanden ist. Viele Menschen haben sich in dieser Zeit der Pandemie überlegt, wie sie zukünftig arbeiten wollen. Und jene Unternehmen, die eine Balance zwischen Geben und Nehmen bieten, die werden wahrscheinlich die Nase vorne haben.

Warum greifen die bisherigen Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel noch immer nicht?

Ich sage mal salopp, man kann die Versäumnisse von 35 bis 40 Jahren nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren aufholen.

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