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10 typische Fehler im Bewerbungsgespräch

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Das Jahresende naht, und mit ihm die guten Vorsätze für das neue Jahr. Ganz oben auf der Wunschliste für 2018 steht für viele ein neuer Job – doch um diesen zu ergattern, müssen Sie zunächst eine wichtige Hürde meistern: das Bewerbungsgespräch.

Wie Sie sich darauf optimal vorbereiten, wissen Sie bestimmt. Darum drehen wir den Spieß heute um und geben Ihnen einen Guide an die Hand, der Sie daran erinnern soll, was man im Vorstellungsgespräch tunlichst vermeiden sollte: Hier sind die zehn verhängnisvollsten Bewerbungsfehler!

 

Fehler 1: (Un-)Pünktlichkeit

Dass es nicht gut ankommt, wenn Sie zum vereinbarten Vorstellungsgespräch zu spät kommen, versteht sich von selbst. Viele Bewerber machen jedoch den Fehler, zu früh zu erscheinen. Das ist schlecht, denn damit setzen Sie den Personaler unter Zeitdruck und vermitteln gleichzeitig den Eindruck, zu viel Zeit zu haben. Das mag stimmen, wenn Sie sich gerade auf Jobsuche befinden – aber dieses Bild wollen Sie in dem Moment sicher nicht vermitteln.

 

Fehler 2: der erste Eindruck

Der erste Eindruck zählt – und für Bewerbungsgespräche gilt das ganz besonders. Achten Sie daher auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und wählen Sie kein Outfit, das überhaupt nicht dem Dresscode des Unternehmens entspricht. Vergessen Sie außerdem nicht, dass Ihr persönlicher Auftritt entscheidende Folgen auf das weitere Bewerbungsverfahren hat: Wenn Sie schon im Sekretariat unfreundlich oder übertrieben salopp auftreten, wird das auch Ihrem potentiellen Arbeitgeber zu Ohren kommen.

 

Fehler 3: hohle Phrasen

Die gründliche Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch ist gut und wichtig. Vermeiden Sie im Gespräch aber möglichst die typischen Phrasen aus Fertigteilen: Flexibilität, Teamfähigkeit, gute und schlechte Eigenschaften – diese Stichworte tauchen oft in Bewerbungsgesprächen auf, häufig werden Sie danach gezielt gefragt. Achten Sie darauf, dass Sie nicht in ein automatisiertes Muster verfallen und nur noch checklistenhaft alle Punkte herunterrattern. Begründen Sie Ihre Antworten stattdessen mit konkreten Beispielen aus der Praxis, das wirkt glaubwürdiger.

 

Fehler 4: Perfektionismus

Natürlich wollen Sie im Bewerbungsgespräch nichts dem Zufall zu überlassen. Daher ist ein entsprechendes Auftreten, welches gute Vorbereitung und Selbstvertrauen demonstriert, wichtig. Wer allerdings den Eindruck vermittelt, als hätte er vorher stundenlang vor dem Spiegel geübt, wird schnell übertrieben und gekünstelt wirken. Lassen Sie sich also ausreichend Raum für Spontanität und ein gewisses Maß an Improvisation: Das vermittelt Natürlichkeit und bringt Ihnen zusätzliche Sympathiepunkte ein.

 

Fehler 5: Prahlereien

Ganz klar – Sie wollen sich und Ihre Fähigkeiten optimal verkaufen und sollten daher auf keinen Fall zu bescheiden sein. Das Gegenteil – nämlich maßlose Übertreibung und Selbstüberschätzung – ist allerdings genauso schlecht: Prahlerei und Selbstgefälligkeit können Sie schnell in ein schlechtes Licht rücken und arrogant wirken lassen. Besser ist es, wenn Sie ehrlich bleiben – und trotzdem (zu Recht) stolz auf das sind, was Sie bisher erreicht haben.

 

Fehler 6: übertriebene Gesprächigkeit

Zugegeben: Wer gerne redet, hat es in Bewerbungsgesprächen leichter als schüchterne Konkurrenten. Verwechseln Sie Selbstbewusstsein aber bitte nicht mit übertriebener Gesprächigkeit. Ein bisschen Smalltalk kann ein angespanntes Gespräch auflockern und das Eis brechen. Machen Sie aber nicht den Fehler, sich in ausschweifenden Erzählungen zu Ihrem letzten Shopping-Marathon oder Ihrem Sommerurlaub zu verlieren. Zwar wollen Personaler auch einen Blick hinter die Fassade der Bewerber werfen – aber bitte in Maßen.

 

Fehler 7: Ichbezogenheit

Klar, es geht in diesem Gespräch um Sie – bis zu einem gewissen Grad. Ihr Gegenüber will jedoch in erster Linie herausfinden, ob Sie zum Unternehmen passen und wie er von Ihren Fähigkeiten profitieren kann. Daher sollten Sie sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern lieber versuchen, über Ihre Qualifikationen einen Bezug zum angebotenen Job herzustellen. Verdeutlichen Sie, welche Vorteile Sie dem Unternehmen bringen und wie Sie sich und Ihre Talente bestmöglich einbringen können.

 

Fehler 8: überzogene Forderungen

Vermutlich werden Sie bereits vor dem Gespräch wissen, was Ihre Qualifikationen wert sind. Seinen Marktwert zu kennen ist wichtig, damit Sie vergleichen und sachlich begründen können, wie viel Sie verdienen möchten. Wichtig dabei ist, dass Ihre Forderungen realistisch bleiben und Sie nicht vollkommen übertreiben – das schreckt viele Personaler ab und kann Ihre Chancen auf den Job verringern. Auch an Fragen nach zusätzlichen Boni sollten Sie sich, wenn überhaupt, nur vorsichtig herantasten, sonst erwecken Sie schnell den Eindruck, nur am Geld interessiert zu sein.

 

Fehler 9: keine Fragen stellen

Im Bewerbungsgespräch werden primär Fragen an Sie gestellt werden, die Sie sorgfältig beantworten müssen. Viele Bewerber begehen jedoch den Fehler, sich selbst im Gespräch zu wenig einzubringen und sich nicht aktiv an dessen Verlauf zu beteiligen. Für einen erfolgreichen Dialog sollten Sie Ihrem potentiellen Arbeitsgeber auch unbedingt Fragen zur ausgeschriebenen Position stellen – durch eine zu passive Haltung signalisieren Sie schnell Desinteresse oder sogar mangelnde Vorbereitung.

 

Fehler 10: der (schlechter) letzte Eindruck

Mehr als anderswo gilt bei Bewerbungsgesprächen auch ein guter letzter Eindruck. Dazu gehört, dass Sie sich danach bei Ihrem Gegenüber bedanken – für das freundliche Gespräch und die Zeit, die er sich für Sie genommen hat. Sie demonstrieren damit nicht nur gute Manieren, sondern signalisieren gleichzeitig Ihre Wertschätzung und Ihr aufrichtiges Interesse an der ausgeschriebenen Stelle.

 

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Fehler im Vorstellungsgespräch: Absage garantiert (Süddeutsche Zeitung / 02.11.2011)

Katrin Scheiber
Katrin Scheiber bloggt seit 2016 im Auftag der CAREER & Competence über karriererelevante Themen rund um Ausbildung, Beruf und Studium.