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Der Weg zum erfolgreichen Masterstudium im Ausland

Das Masterstudium im Ausland bietet Studenten viele Chancen. Neben dem Erwerb neuer Sprachkenntnisse kommen Auslandserfahrungen bei späteren Arbeitgebern gut an. Diese verlegen ihren Fokus zunehmend auf internationale Beziehungen und bevorzugen Mitarbeiter, die bereits außerhalb Österreichs oder Deutschlands im jeweiligen Berufsfeld tätig waren. Die Organisation des Auslandsstudiums ist zeitintensiv. Wer seinen Master auf diesem Weg absolvieren möchte, muss bis zu einem Jahr Vorbereitungszeit einplanen.

Informationen zum Masterstudium im Ausland einholen

In die Planung eines Masterstudiums fließen viele Faktoren mit ein, weshalb Interessierte rechtzeitig mit der Organisation beginnen sollten. Zunächst gilt es, sich möglichst umfassende Informationen zu den möglichen Studienorten im Ausland einzuholen. Die zukünftigen Studenten können sich erst einmal einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und deren Vorteile verschaffen. Hochschulen und Universitäten stellen ihre unterschiedlichen Masterprogramme ausführlich auf den Webseiten vor.

Bei der Wahl des richtigen Masters spielen die Inhalte der Programme und der Ruf der jeweiligen Studieneinrichtung eine entscheidende Rolle für die späteren Berufschancen. Ein Masterabschluss an einer angesehenen Universität eröffnet den Absolventen neue Chancen auf den Arbeitsmarkt und qualifiziert sie für begehrte Doktorandenstellen.

Die Zulassungsvoraussetzungen der einzelnen Einrichtungen sollten gleich zu Beginn der Planung überprüft werden. Bestehen Zweifel, ob beispielsweise das absolvierte Bachelorstudium für das gewünschte Masterprogramm als Grundlage geeignet ist, kann die jeweilige Universität oder Hochschule per E-Mail kontaktiert werden.

Finanzierungsmöglichkeiten überprüfen

Anders als bei den meisten inländischen Studienprogrammen, fällt für das Studium im Ausland oft eine Gebühr an. Besonders in europäischen Ländern hält sich diese meist in Grenzen und an einigen europäischen Studieneinrichtungen ist das Studieren kostenlos möglich. Für Masterprogramme außerhalb Europas können jedoch bis zu mehrere tausend Euro jährlich anfallen. Dazu kommen die Kosten des täglichen Lebens, sowie für Wohnung, Transport und Studienmaterial.

Um alle Beträge zu decken, sollten interessierte Studenten alle Finanzierungsmöglichkeiten überprüfen. Wer beispielsweise bereits in Deutschland Bafög bezogen hat, dem steht wahrscheinlich auch ein monatliches Auslands-BAföG zu. Hierbei werden zusätzlich zu den monatlichen Zahlungen auch ein Teil der Studiengebühren übernommen.

Darüber hinaus bieten verschiedene Organisationen wie der DAAD oder Erasmus Förderprogramme und Stipendien für die finanzielle Unterstützung an. Herausragende Studenten erhalten regelmäßig die Chance, von den Begabtenförderungswerken unterstützt zu werden. Kommen diese Möglichkeiten nicht in Frage oder reichen nicht aus, um das Studium zu finanzieren, kann auch ein Studienkredit oder ein Bildungsfond helfen.

Bewerbung für das Masterprogramm

Der Bewerbungsprozess für ein Auslandsstudium beginnt mehrere Monate vor dem eigentlichen Studienbeginn. Es wird eine Reihe von Unterlagen benötigt. Grundlegender Bestandteil der Bewerbung sind alle Formulare zum vorherigen Studium, wie Zeugnisse, Zertifikate und Zugangsberechtigungen. Da die meisten Programme in einer Fremdsprache unterrichtet werden, verlangen die Einrichtungen einen Sprachnachweis. Für diesen muss in der Regel im Vorfeld ein ausführlicher Test in einem Testzentrum absolviert werden. Der Testtermin sollte im zeitlich großem Abstand zum Studienbeginn erfolgen, da die Testergebnisse hin und wieder auf sich warten lassen. Zusätzlich zum Sprachnachweis ist das Motivationsschreiben ein häufiger Bestandteil der Bewerbung für das Masterstudium. Darin beschreiben potentielle Kandidaten warum sie sich für das jeweilige Programm interessieren und inwiefern sie für die Teilnahme qualifiziert sind.

Teilweise noch vor der Bewerbung an der Studieneinrichtung, sollten zukünftige Studenten das Interesse an einer der Finanzierungsmöglichkeiten anmelden. Wer sich für eines der Stipendien oder Förderprogramme bewerben will, muss sich auf Vorbereitungszeiten von bis zu einem Jahr einstellen. Die unterschiedlichen Organisationen haben teilweise sehr umfangreiche Anforderungen und die Liste der benötigten Unterlagen ist lang.

Den Auslandsaufenthalt vorbereiten

Liegt die Zusage der Studieneinrichtung vor und die Finanzierung ist abgeklärt, muss der Auslandsaufenthalt vorbereitet werden. Die Wohnungssuche gestaltet sich mitunter schwierig und der Wohnraum ist in vielen Studienstädten rar. Wer eine Unterkunft gefunden hat, sollte sich möglichst bald um organisatorische Abläufe kümmern, die den Auslandsaufenthalt absichern.

Je nachdem wie weit der Studienort von der Heimat entfernt ist und um welches Land es sich handelt, sollte vor Antritt des Studiums an folgende Dinge gedacht werden:

  • Krankenversicherung für das Aufenthaltsland abschließen
  • Eventuelle Impfungen einholen
  • Reiseapotheke auf das Land abstimmen
  • Bei Bedarf einen neuen Reisepass oder Personalausweis beantragen
  • Kredit- und Girokarte auf ihre Gültigkeit im Ausland überprüfen
  • Flugtickets, Bahn- oder Buskarten, sowie gegebenenfalls Bargeld in der Fremdwährung bereithalten

Fazit

Die Teilnahme an einem Masterprogramm im Ausland muss im Vorfeld gut geplant werden. Wohnungssuche, Finanzierungsabdeckung und Bewerbungsprozesse sind nicht in wenigen Wochen erledigt. Der organisatorische Aufwand wird jedoch mit wichtigen Erfahrungen und guten Karriereaussichten belohnt.

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