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Unverzichtbare Unterstützung

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Die EU fördert über ihre Agrarprogramme auch die Tiroler Landwirtschaft. Unterstützt werden dadurch nicht nur die Bauern selbst, sondern auch der biologische Landbau, Tierschutzmaßnahmen und die Landschaftspflege.

Die Landwirtschaft ist mit der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Europäischen Union der einzige Politikbereich, der gänzlich gemeinschaftlich geregelt ist. Ein großer Teil des EU-Budgets wird daher regelmäßig für diesen Bereich veranschlagt. Für viele Tiroler Landwirte sind diese regelmäßigen Zahlungen inzwischen unverzichtbar.

90 Millionen Euro im Jahr

Die EU fördert dabei verschiedene Säulen der Landwirtschaft. Im Bereich der Marktordnung werden die Maßnahmen gänzlich von der EU finanziert. Der Bereich der ländlichen Entwicklung wird von der EU und den Mitgliedstaaten gemeinsam finanziert. Insgesamt kommen derzeit an EU-Mitteln jährlich rund 90 Millionen Euro nach Tirol, 35 Millionen Euro für Marktordnungsmaßnahmen und 55 Millionen Euro für Vorhaben in der ländlichen Entwicklung.

10.785 Tiroler Betriebe gefördert

Im Bereich der Marktordnung erfolgen im Rahmen des Regionalmodells Direktzahlungen. Diese sind nicht an die Produktion gekoppelt, sondern beinhalten eine einheitliche Flächenprämie pro Hektrar. Diese soll zu einer Vereinheitlichung zwischen den Mitgliedstaaten beitragen. Für weitere Prämien sind gewisse Maßnahmen verpflichtend. So müssen zum Beispiel Greening-Maßnahmen in Form von umweltfreundlichen Landbewirtschaftungsmethoden umgesetzt werden, die zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Zur Erhaltung des Viehbestands auf den Almen und der Unterstützung der Almbewirtschaftung ist zudem eine gekoppelte Prämie möglich. Auch für Jungbauern gibt es Zusatzzahlungen. Die Direktzahlungen im Jahr 2017 umfassten Prämien in Höhe von 35,15 Millionen Euro an 10.785 Tiroler Landwirtschaftsbetriebe. 21,45 Millionen entfielen dabei auf die Basisprämie, 9,61 Millionen auf Greening-Maßnahmen und 5,08 Millionen auf gekoppelte Stützungszahlungen.

Biologischer Landbau

Die zweite Säule der EU-Agrarförderung beinhaltet sämtliche Strukturmaßnahmen zur ländlichen Entwicklung. Von den umfassenden Maßnahmen des österreichischen Programms sind für Tirol das Agrar-Umweltprogramm ÖPUL mit dem biologischen Landbau und den Tierschutzmaßnahmen, die Ausgleichszulage für Betriebe in Berggebieten und die Investitionsförderung für Jungbauern von Bedeutung. Die Ausgleichszulage für die Tiroler Bergbauernbetriebe stellt einen wesentlichen Bestandteil des Einkommens dar. Im Jahr 2016 wurden von der EU 22,70 Millionen Euro an Ausgleichszulage an 11.141 Betriebe ausbezahlt. Hinzu kamen 13,86 Millionen Euro vom Bund und 10,15 Millionen Euro vom Land Tirol. Für Umweltprogramme wurden von der EU außerdem 19,10 Millionen Euro an 11.016 Betriebe ausbezahlt.

Wichtig für die Entwicklung

Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler bestätigt die Wichtigkeit der EU-Förderungen für die heimische Landwirtschaft. „Lag der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel vor 50 Jahren noch bei mehr als einem Drittel an den Haushaltsausgaben, sind es aktuell weniger als zwölf Prozent, die ein österreichischer Haushalt für Lebensmittel ausgibt. Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Gesellschaft an die heimische Landwirtschaft stetig. Neben gesunden Lebensmitteln von bester Qualität werden auch höchste Anforderungen bezüglich Tierwohl und Umweltstandards gestellt. Solange diese Leistungen nicht über den Lebensmittelpreis im Geschäft bezahlt werden, braucht es öffentliche Zahlungen. Im Fall der Landwirtschaft kommen diese zu einem guten Teil aus Töpfen der Europäischen Union. Insbesondere die Förderungen für eine umweltgerechte Landwirtschaft und die Abgeltung von Bewirtschaftungserschwernissen im Berggebiet sind für die Tiroler Landwirtschaft unverzichtbar“, so Geisler.

Quelle:
ECHO Zeitschriften und Verlags Ges.m.b.H.

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