Strategien gegen Lampenfieber
10. Juli 2019
Berufsbegleitend studieren
Berufsbegleitend studieren: wie Sie Job und Ausbildung optimal vereinen
30. Juli 2019
Alle anzeigen

Tirols Export braucht Europa

Cargo wagons. Aerial view of colorful freight trains. Railway station. Colorful wagons with goods on railroad. Heavy industry. Industrial landscape with train, railway platfform at sunset. Top view

Immer wieder wird heftig über EU-weite Normen für diverse Waren diskutiert. Diese seien entweder gänzlich überflüssig oder viel zu detailliert, so die Kritik. Doch ein genauer Blick auf die Daten zum Tiroler Export zeigen: Auch für die heimischen Exporteure stellen diese Normen eine wichtige Grundlage dar.

Wichtigster Exportmarkt

Allein im Jahr 2017 gingen laut Wirtschaftskammer 63 Prozent aller Warenexporte aus Tirol in andere EU-Mitgliedsstaaten. Der europäische Markt ist somit der wichtigste für die heimischen Exportunternehmen. Im gesamten Jahr lag der Wert der Warenexporte in die EU bei 7.850.584.559 Euro. Die wichtigsten Partner innerhalb der EU war für die Tiroler Exporteure dabei Deutschland mit einem Warenexportwert von 3.346.382.062 Euro, gefolgt von Italien (ca. 1,5 Mrd. Euro), Frankreich (ca. 0,8 Mrd. Euro), dem Vereinigten Königreich (ca. 0,3 Mrd. Euro), Polen, Spanien und Ungarn (jeweils ca. 0,2 Mrd. Euro). Diese Zahlen belegen den hohen Stellenwert der EU als Markt für Tiroler Produkte.

Konkreter Nutzen

Gregor Leitner, Abteilungsleiter der Abteilung für Außenwirtschaft der Tiroler Wirtschaftskammer, macht auf die konkreten Vorteile der EU-Mitgliedschaft für den Tiroler Export aufmerksam. Die Unternehmen ersparen sich durch die generelle Zollfreiheit im Binnenmarkt und die Abwesenheit von Grenzkontrollen insgesamt etwa zwei Prozent des Warenwerts. Der Abbau von nichttarifären Handelsbarrieren und die gegenseitige Anerkennung von Prüfzeugnissen ermöglichen den Unternehmen laut Wirtschaftskammer weitere Einsparungen von 15 bis 20 Prozent. Seit dem Jahr 2000 erhöhte sich unter anderem aufgrund der EU-Mitgliedschaft Österreichs die Zahl der Tiroler Exporteure von rund 1.000 auf 5.000 im Jahr 2018.

„EU-weite Normen unterbinden einmal die Diskriminierung und Protektionismus innerhalb der EU und erleichtern den Abschluss von Handelsverträgen der EU mit Drittstaaten.“ Eugen Stark, GF Industriellenvereinigung

Normen als Voraussetzung

Eugen Stark, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Tirol, erklärt, warum die EUweiten Normen eine wichtige Voraussetzung für den europäischen Binnenmarkt darstellen. „EU-weite Normen sind eine wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren des Binnenmarkts. Damit ist sichergestellt, dass ein Produkt, das diese Normen erfüllt, in alle anderen EU-Länder exportiert werden darf. Das unterbindet einmal die Diskriminierung und Protektionismus innerhalb der EU und erleichtert den Abschluss von Handelsverträgen der EU Tirols Export braucht Europa 63 prozent aller Warenexporte aus tirol gehen in die eU. Das zeigt den hohen Stellenwert der eU als Markt für tiroler produkte. Die Zahl der tiroler exporteure hat sich seit dem Jahr 2000 verfünffacht. mit Drittstaaten“, so Stark. „EU-weite Normen können dann ein Nachteil sein, wenn sie durch überzogene Auflagen die Konkurrenzfähigkeit am Weltmarkt beeinträchtigen. In Österreich ist in Zukunft mehr darauf zu achten, dass die Normen nicht durch ‚Gold Plating‘ übererfüllt werden, was in der Vergangenheit nicht selten der Fall war“, ergänzt Stark.

Quelle:
ECHO Zeitschriften und Verlags Ges.m.b.H.

CAREER & Competence
Die CAREER & Competence ist West-Österreichs größte Job- und Karrieremesse und bietet Studierenden und AbsolventInnen des Universitätsstandorts Tirol jährlich die Möglichkeit, mit Top Unternehmen in Kontakt zu treten.