Erfahrungsbericht Europäisches Forum Alpbach 2019

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Erfahrungsbericht Europäisches Forum Alpbach 2019

© EFA / Matteo Vegetti

Der Erfahrungsbericht zur Teilnahme am Europäischen Forum Alpbach 2019 endet mit dem Fazit: „Ganz egal welchen Studienhintergrund man vorweist, ich kann es jedem nur empfehlen, sich für dieses außergewöhnliche Forum zu bewerben.“ Alexander Panhofer

Erfahrungsbericht zum Europäisches Forum Alpbach 2019

„Eine interdisziplinäre Plattform für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur“, so beschreibt sich das Europäische Forum Alpbach selbst. Es ist schwierig, sich darunter etwas vorzustellen, aber nach meinem diesjährigen Aufenthalt in Alpbach kann ich sagen, dass die Beschreibung passt.

Die Vielfalt an Persönlichkeiten, die man dort antrifft, ist kaum zu beschreiben. Von der österreichischen Bundeskanzlerin über Experten zu künstlicher Intelligenz, bekannten Philosophen bis hin zu Studentinnen aus uns fernen Kulturen. Die Möglichkeit sich mit so vielen Menschen austauschen zu können und über wichtige gesellschaftliche Fragen unserer Zeit diskutieren zu können hat das Forum Alpbach für mich zu einer einzigartigen Erfahrung gemacht. Auch die Bezeichnung „Plattform“ beschreibt das Forum sehr treffend. Es handelt sich nämlich nicht um eine starre Konferenz, bei der sich die jeweiligen Vertreterinnen und Vertreter ihres Faches nur auf einem Diskussionspodium begegnen. Während des Forums ist ganz Alpbach ein Ort des Diskurses und die elektrische Atmosphäre lädt dazu ein, immer und überall in Interaktion zu treten. Die erste Woche beginnt mit spannenden Seminaren zu Schwerpunktthemen, die exklusiv von Studierenden besucht werden. In der zweiten Woche geht es so richtig los und die eigentlichen „Gespräche“, zu Wirtschaft, Politik etc. beginnen.

Neben den klassischen Podiumsdiskussionen gibt es dabei auch zahlreiche kleinere Gesprächsrunden, die als „Kamingespräche“ bezeichnet werden, in denen man sich noch viel intensiver gegenseitig austauschen kann. Der Club Alpbach Tirol hat viele solcher Kamingespräche organisiert, beispielsweise mit dem Co-Präsidenten des Club of Rome Ernst Ulrich von Weizsäcker, dem Presse Chefredakteur Rainer Nowak, dem österreichischen Diplomaten und Brexit-Chefverhandler Gregor Schusterschitz oder dem Ex-EZB Präsidenten Jean Claude Trichet, das ich sogar moderieren durfte. Die besten Gespräche entstanden aber häufig auch informeller Art, wenn man sich am Abend im allseits populären Lokal Jakober oder auf einem der zahlreichen Empfänge traf. „Socializing“ kam in Alpbach auf keinen Fall zu kurz. Ganz zwanglos hatte man die Möglichkeit sich anzusprechen, beispielsweise diskutierten wir an einem Abend mit NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger über die CO2 Steuer oder mit Ex-Wirtschaftsministerin Margarethe Schramböck über Umweltpolitik.

Das diesjährige Thema Freiheit und Sicherheit stand auch im Zentrum vieler Diskussionen. Bei den Technologiegesprächen wurde die Gefahr überbordender staatlicher Überwachung am Beispiel Chinas thematisiert und bei den politischen Gesprächen die Abkehr von liberalen Werten zu Gunsten vermeintlicher Sicherheit, wie es in Ungarn der Fall ist. Sicherheit wurde aber auch aus der sozialen Perspektive beleuchtet. Beispielsweise wurde die soziale Dimension der Klimakrise diskutiert oder der Strukturwandel am Arbeitsmarkt zum Thema gemacht.

Insgesamt haben mir die 17 Tage am Europäischen Forum Alpbach viele Bereiche aufgezeigt, die für unsere Gesellschaft eine Herausforderung in der Zukunft darstellen werden. Der Diskurs um unterschiedlichste Lösungsansätze am Forum stimmt mich aber positiv, dass diese Herausforderungen mit genügend Engagement zu bewältigen sind.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir die Teilnahme am Forum Alpbach ermöglicht wurde, denn die dort gesammelten Erfahrungen sind sowohl in beruflicher als auch in persönlicher Hinsicht von großem Wert. Ganz egal welchen Studienhintergrund man vorweist, ich kann es jedem nur empfehlen, sich für dieses außergewöhnliche Forum zu bewerben.

Quelle:

Ein Erfahrungsbericht von Alexander Panhofer (2019)

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