Preisstabilität – was ist das? | CAREER & Competence | Karrieremesse Innsbruck Tirol | Jobmesse

Preisstabilität – was ist das?

Beschäftigte halten unser Land am Laufen
10. Dezember 2018
Direkteinstieg oder Traineeprogramm?
31. Dezember 2018
Alle anzeigen

Preisstabilität – was ist das?

Golden coins with letters - web banner of money savings concept

Weltweit ist es die Aufgabe von Zentralbanken – so auch der OeNB –, für stabile Preise zu sorgen. Preisstabilität ist dann gegeben, wenn die Preise für Waren und Dienstleistungen gesamtwirtschaftlich betrachtet nur wenig steigen. Die Inflationsrate misst das jährliche Wachstum des allgemeinen Preisniveaus. Im Eurosystem wird mittelfristig eine jährliche Inflationsrate von unter, aber nahe 2 % angestrebt.

Inflation – was bedeutet das?

Die jährliche Inflationsrate, die anhand der Entwicklung des sogenannten Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessen wird, drückt aus, wie stark sich die Preise eines haushaltstypischen Warenkorbs im Vergleich zum Vorjahr verändert haben. Dieser Warenkorb besteht aus Gütern und Dienstleistungen, für die ein durchschnittlicher Haushalt sein Geld ausgibt. Er enthält Lebensmittel, Bekleidung, elektronische Geräte und Einrichtungsgegenstände, aber auch Dienstleistungen im Bereich Wohnen, Verkehr (z. B. Fahrscheine), Informationsübermittlung (z. B. Internet Monatsgebühr), Bildung (z. B. Nachhilfestunde) und Tourismus (z. B. Nächtigungspreise). Steigende Preise (Inflation) über einen längeren Zeitraum hinweg bedeuten eine Minderung der Kaufkraft: Es muss immer mehr Geld für die gleiche Ware bezahlt werden. Aber auch auf Sparende wirkt sich erhöhte Inflation negativ aus: Die realen Zinsen (vereinfacht: Nominalzins minus Inflationsrate) sinken und das Sparguthaben wächst kaum. Zudem kann es in Zeiten hoher Inflation zur sogenannten LohnPreis-Spirale kommen, womit der Aufschaukelungseffekt von Lohnerhöhungen wegen der gestiegenen Preise und Preiserhöhungen durch Unternehmen aufgrund der höheren Lohnkosten gemeint ist.

Deflation – was bedeutet das für mich?

Deflation liegt vor, wenn die Verbraucherpreise über einen längeren Zeitraum hinweg im gesamten Währungsraum sinken. Damit ist nicht gemeint, dass einzelne Güter billiger werden, sondern dass das allgemeine Preisniveau zurückgeht. Zu Deflation kann es kommen, wenn sich die Wirtschaft schleppend entwickelt und auch die Wirtschaftsaussichten düster sind. Die Menschen schränken dann in der Regel ihre Ausgaben ein und sparen lieber mehr. Um Kaufanreize zu bieten, senken die Unternehmen ihre Preise. Die Haushalte verschieben zunehmend Käufe in der Hoffnung auf immer weiter sinkende Preise, was die Wirtschaftskrise verstärkt. Erwerbstätige, die aufgrund der zunehmend schlechten Wirtschaftslage arbeitslos werden oder deren Gehälter gekürzt wurden, können Probleme bekommen, ihre Kredite zurückzuzahlen, während für Unternehmen das Konkursrisiko steigt. Dann gerät auch der Bankensektor unter Druck. Für Zentralbanken ist es daher wichtig, Deflation wie auch hohe Inflation zu vermeiden.

Quelle:
ECHO Zeitschriften und Verlags Ges.m.b.H.

CAREER & Competence
Die CAREER & Competence ist West-Österreichs größte Job- und Karrieremesse und bietet Studierenden und AbsolventInnen des Universitätsstandorts Tirol jährlich die Möglichkeit, mit Top Unternehmen in Kontakt zu treten.