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Frauenquote steigt langsam

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1. September 2018
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Frauenquote steigt langsam

Two business partners communicating at office

Initiativen wie FiT vom AMS und Girls! TECH UP verzeichnen zwar erste Erfolge, aber es braucht noch viel Aufklärungsarbeit bei Eltern, Schülern, aber auch an Schulen und in den Unternehmen, um mehr junge Frauen für technische Berufe zu gewinnen.

Nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels, insbesondere in technischen Berufen, wurden in den vergangenen Jahren die Bemühungen intensiviert, mehr Mädchen für die entsprechenden Branchen zu motivieren. Trotzdem steigt die Zahl nur sehr langsam. Das AMS-Programm FiT (Frauen in Handwerk und Technik) wird in Tirol pro Jahr im Schnitt von 80 Frauen gestartet, 25 von ihnen beginnen in weiterer Folge auch eine entsprechende Berufsausbildung, wie Zahlen des AMS Tirol bestätigen. 

Gleichstellung
Mit 47 Prozent entscheiden sich knapp die Hälfte der jungen Frauen noch immer für eine Lehre im Einzelhandel, als Friseurin oder im Büro, obwohl sie als ausgebildete Fachkraft in einem technischen Beruf ungleich mehr verdienen würden. Neuere Erhebungen zeigten nun allerdings auch, dass Frauen in technischen Berufen bei gleicher Qualifikation immer noch um 15 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Trotz dieses Missstands ist der Lehrberuf Metalltechnik bei Frauen mittlerweile an neunter Stelle der beliebtesten Lehrberufe und auch die Zahl der weiblichen Lehrlinge in der Industrie ist seit 2010 um etwa sieben Prozent gestiegen, zeigen Zahlen des Wirtschaftsministeriums.

Bewusstseinsbildung
Sabine Platzer-Werlberger, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol, möchte bei der öffentlichen Bewusstseinsbildung ansetzen. So sollten etwa, laut Platzer-Werlberger, die Rollenbilder, die in Schulen vermittelt werden, auch zeitgemäß und kritisch hinterfragt werden. Eine zusätzliche Erschwernis für Frauen in technischen Berufen sei, dass sich Vorgesetzte oft gar nicht so leicht täten im Umgang mit Frauen im beruflichen Umfeld. „Viele Frauen hören wieder auf“, so Platzer-Werlberger. Die Plattform femOVE, die im Österreichischen Verband für Elektrotechnik integriert ist, wurde ebenso geschaffen, um durch Bewusstseinsbildung mehr Frauen in die Branche zu holen.

Im Rahmen der femOVE-Initiative Girls! TECH UP wird versucht, mithilfe von positiven Vorbildern, also erfolgreichen weiblichen Technikerinnen, junge Frauen, aber auch deren Eltern, für die Branche zu begeistern.

Quelle:
ECHO Zeitschriften und Verlags Ges.m.b.H.

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