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Wirtschaft und Recht: Eine zugkräftige Paarung

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Wirtschaft und Recht: Eine zugkräftige Paarung

Wirtschaft und Recht: Eine Zugfähige Paarung

© vege – Fotolia.com

Wirtschaft und Recht. In der Wirtschaft sind Multitalente gefragt, die juristisches und ökonomisches Fachwissen auf sich vereinen. Welches wirtschaftsbezogene Rechtswissen bieten Uni und Co?

Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.“ Dieses Zitat von Ludwig Thoma, der selbst Rechtsanwalt war, wird oft ohne ihren selbstironischen Kontext gebraucht. Dabei brauchen besonders Rechtsexperten einen scharfen und klaren Verstand und eine schnelle Auffassungsgabe. Wer heute ein Studium der Rechtswissenschaften absolviert, für den ist nicht etwa automatisch eine Anwaltslaufbahn vorprogrammiert.

Eine berufliche Heimat finden Rechtsexperten auch außerhalb der „klassischen“ juristischen Berufe wie Anwalt oder Richter. Die Arbeitsbereiche sind größer geworden, denn zwischen Recht, Verwaltung und Wirtschaft ist vieles möglich. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Innsbruck ist sich des zunehmend vielfältigeren Anforderungsprofils, den der Alltag an moderne Rechtsexperten stellt, bewusst. Sie aktualisiert immer wieder das eigene Studienangebot und bietet auch für bereits tätige Juristen Updates in ihren Fachgebieten, etwa in Form von Vortragsreihen wie „Aktuelle Probleme des Wirtschaftsprivatrechts“. Recht neu an der Uni Innsbruck ist das Bachelorstudium Wirtschaftsrecht, das seit dem Wintersemester 2015/16 das alte Diplomstudium ersetzt.

Das Besondere am Wirtschaftsrecht ist seine Vielfalt. Das Studium ist interdisziplinär, hier treffen rechtswissenschaftliche und ökonomische Dimensionen aufeinander. Es beschäftigt sich auch mit Gebieten, die sich im Internetzeitalter erst (neu) ausbilden müssen, wie etwa das Urheberrecht. Oder Unternehmen X will Unternehmen Y kaufen: Hier sind unter anderem Wirtschaftsrechtsexperten gefragt, um die Abwicklung korrekt durchzuführen. Neben den berufsbegleitenden Lehrgängen Business Law und Medizinrecht bietet die ReWi-Fakultät auch einen Lehrgang Wirtschaftskriminalität, Korruption und Recht an. Dieser ist in puncto Interdisziplinarität am Puls der Zeit. Thomas Krieglsteiner vom Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät erläutert: „Inhaltlich wollen wir Schwerpunkte für die Aufklärung und Verhinderung von wirtschaftsschädigendem korruptivem Verhalten setzen.“

Groß geschrieben wird das Thema Interdisziplinarität auch am Management Center Innsbruck. Hier gibt es seit 2007 den Bachelorstudiengang Management & Recht, ein Studium an der Schnittstelle zweier etablierter Wissenschaftsgebiete. Der Leiter des MCI-Studiengangs, Ralf Geymayer, beschreibt die Stärken dieser Ausbildung wie folgt: „Eine ausgewogene Kombination von managementorientierten und juristischen Schwerpunkten, welche jeweils mit starkem Praxisbezug vermittelt werden.“ Die bereichsübergreifenden Ansätze vermitteln das notwendige Know-how für die Lösung rechtlicher Probleme in der Wirtschaft und umgekehrt für das wirtschaftliche Verständnis in Rechtsangelegenheiten.

In welchen Branchen können Absolventen denn beruflich Fuß fassen? In Industrie und Handelsunternehmen, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Banken, Versicherungen und Vermögensberatung. Kleiner Tipp, damit diese Vorstellungen etwas greifbarer werden: In den Nachrichten die Produkte und Aktivitäten der sogenannten „Big Four“ verfolgen. Das sind die größten internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die ebenso große Kunden wie Adidas, Pharmaunternehmen wie Bayer oder die Elite der Profi-Fußballclubs betreuen. Vielleicht erhält man dabei konkrete Vorstellungen zum eigenen Traumjob. Tatsache ist: Eine individuelle Spezialisierung kann vom Aktienwesen bis hin zur Kunstbranche reichen. Die vielfältigen Jobaussichten sind im Wirtschaftsrecht also wahrlich keine leere Floskel. Auch die Selbstständigkeit ist eine erstrebenswerte Möglichkeit.

Welche Grundvoraussetzungen sollten zukünftige Wirtschaftsrechtsexperten für die Ausbildung mitbringen, egal ob an der Uni oder an einer Fachhochschule? Natürlich ein Interesse für Rechts und Wirtschaftsthemen, bereichsübergreifendes Denken, Genauigkeit und Präzision im Arbeiten, aber auch Kommunikationsfähigkeit und Sattelfestigkeit im sprachlichen Ausdruck. Und vielleicht doch ein wenig Talent zum Auswendiglernen.

Quelle:
ECHO Zeitschriften und Verlags Ges.m.b.H.
Autor: David Winter

Florian Brunner
Die CAREER & Competence ist West-Österreichs größte Job- und Karrieremesse und bietet Studierenden und AbsolventInnen des Universitätsstandorts Tirol jährlich die Möglichkeit, mit Top Unternehmen in Kontakt zu treten.