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Eine gute Vorbereitung ist das Um und Auf

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Eine gute Vorbereitung ist das Um und Auf

Eine gute Vorbereitung ist das Um und Auf

© FotolEdhar – Fotolia.com

Personalmanagement. ConSALT-Geschäftsführer Mario Angerer im Interview über die zunehmende Bedeutung von Karrieremessen wie der CAREER & Competence und praktische Ratschläge, wie man bei seinem Wunscharbeitgeber einen positiven ersten (und zweiten) Eindruck hinterlässt.

Karrieremessen erleben seit einigen Jahren einen merkbaren Aufschwung. Warum, glauben Sie, ist das so?

Mario Angerer: Das Angebot in diesem Bereich wird zum einen quantitativ immer größer, zum anderen werden die Messen auch qualitativ immer besser und professioneller. Eine Messe wie die CAREER & Competence in Innsbruck ist mit Sicherheit eine der großen Erfolgsgeschichten der letzten Jahre, und auch die BeSt³ verzeichnet immer neue Besucherrekorde.

Was kann eine derartige Messe leisten?

Karrieremessen bieten dem Publikum die Möglichkeit, innerhalb eines Tages eine Vielzahl an Unternehmen aus verschiedenen Branchen und von unterschiedlicher Größe kennenzulernen. Außerdem sind auch große und renommierte Bildungsanbieter unter den Ausstellern. Exemplarisch findet man das etwa in Gestalt der MASTER LOUNGE, die heuer im Rahmen der CAREER & Competence erstmalig stattfinden wird.

Wie kann man als junger Mensch auf der Messe einen bleibenden – und selbstverständlich guten – Eindruck bei den Personalverantwortlichen seines Wunschunternehmens hinterlassen?

Auch wenn man diese alte Leier vermutlich nicht mehr hören will: Um dem Unternehmensvertreter, der den Messestand betreut, im Gedächtnis zu bleiben, ist eine gute Vorbereitung das Um und Auf für jeden Messebesuch.

Haben Sie dafür ein Paar hilfreiche Tipps für die Jugendlichen?

Bringt euren Lebenslauf mitsamt Bewerbungsfoto auf den neuesten Stand und stellt sämtliche Schul-, Praktika- und Arbeitszeugnisse in einer Mappe in mehrfacher Ausführung zusammen. Dann könnt ihr bei Unternehmen, für die ihr euch besonders interessiert, bei Bedarf und Interesse ein Exemplar hinterlassen.

Ein Unsicherheitsfaktor ist oft auch die Frage nach der angemessenen Kleidung für eine Jobmesse?

Prinzipiell ist es durchaus üblich, im Business-Outfit zu erscheinen. Wer sich bei der Auswahl der richtigen Kleidung unsicher ist, schaut am besten einmal auf der Website der Messe nach. Dort werden oft kurze Videos und Fotogalerien der vergangenen Karrieremessen veröffentlich, wo man gut erkennen kann, was die Unternehmensvertreter tragen. Sich diesem Kleidungsstil anzunähern, ist jedenfalls kein Fehler.

Wer diese guten Ratschläge beherzigt, kommt schon einmal adrett gekleidet und mit eigenen Unterlagen daher. Aber fehlt da nicht noch eine Zutat zum Erfolgsrezept?

Definitiv. Die Jugendlichen sollten sich auf jeden Fall vorher ansehen, welche Unternehmen auf der Jobmesse vertreten sein werden. In der Folge ist es wichtig, sich über die Tätigkeit der Unternehmen, ihre Geschäftsfelder und nicht zuletzt die ausgeschriebenen Stellen zu erkundigen. Diese Art der Vorbereitung erfordert zwar etwas Zeit, aber dafür können die Messebesucher am Messetag gezielt an die Firmen herantreten und unternehmensspezifische Fragen an die Personalverantwortlichen stellen. Das kommt jedenfalls gut an, weil es nicht vorstellbar ist, dass jemand eingestellt wird, der sich nicht für seinen zukünftigen Arbeitgeber interessiert. Mit guter Vorbereitung weckt man das Interesse der Personaler.

Was ist zu tun, wenn man mit einem Personalverantwortlichen ins Gespräch gekommen ist?

Wer nach einem interessanten Austausch mit einem Personaler die Gelegenheit hat, seine Bewerbungsunterlagen zu hinterlassen, sollte das selbstverständlich tun und im Gegenzug nach einer Visitenkarte des Gesprächspartners fragen. Das erleichtert die professionelle Nachbereitung nach der Messe. Außerdem sollte man abschließend auf jeden Fall eine Vereinbarung treffen, wie die nächsten Schritte aussehen und wer sich wann bei wem meldet. Wer sich an diese Tipps hält, hat jedenfalls schon einmal gute Karten auf einer Messe. Eine Erfolgsgarantie gibt es natürlich nie. Ob man auf diesem Weg beruflich tatsächlich fündig wird, kann auch niemand seriös versprechen. Aber mit einer guten und genauen Vorbereitung, Eigeninitiative, einem selbstbewussten Auftreten und freundlicher und aufmerksamer Kommunikation wird man zumindest eine überzeugende „Visitenkarte“ von sich hinterlassen. Denn der Spruch „Man sieht sich im Leben immer zweimal“ – in Tirol auch manchmal öfter – trifft auch in beruflicher Hinsicht durchaus zu.

Last but not least noch eine Frage zum Social-Media- Verhalten der Jugend und dessen Einfluss auf die Personalsuche. Welche Fallstricke gibt es da?

Dazu ist zu sagen, dass der Umgang mit den sozialen Medien unter den Jugendlichen schon einmal verantwortungsloser war. Da ist mittlerweile genügend Vernunft und Skepsis eingekehrt, dass man nicht mehr unter seinem Klarnamen Partyfotos auf Facebook und Ähnlichem einstellt und unseriöse Kommentare abgibt. Viele Jugendliche agieren in den sozialen Netzwerken mit Pseudonymen und sind so für die Personalverantwortlichen auch nicht auffindbar. Neben Facebook spielen aber auch Recruiting- Plattformen wie Xing oder LinkedIn eine zunehmend größere Rolle. Generell gilt, dass die Angaben, die man im Internet in berufsrelevanten Kontexten macht, wahr und überprüfbar sein müssen. Denn die Wahrheit kommt immer ans Tageslicht, und spätestens beim Bewerbungsgespräch.

Quelle:
ECHO Zeitschriften und Verlags Ges.m.b.H.
Interview: Marian Kröll

Florian Brunner
Die CAREER & Competence ist West-Österreichs größte Job- und Karrieremesse und bietet Studierenden und AbsolventInnen des Universitätsstandorts Tirol jährlich die Möglichkeit, mit Top Unternehmen in Kontakt zu treten.