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Die Probezeit als Sinnprobe

Die Probezeit als Sinnprobe

Nicht nur beim Führerschein gibt es eine Probezeit. Auch bei einem neuen Arbeitsvertrag sieht das österreichische Arbeitsrecht eine Probezeit vor. Grundsätzlich dient diese Zeit dazu, dass sich ArbeitnehmerIn und ArbeitgeberIn einander beschnuppern und ausprobieren, ob eine Zusammenarbeit Sinn macht.

Das Arbeitsverhältnis kann in der Probezeit sowohl von Arbeitnehmerseite als auch von Arbeitgeberseite jederzeit, ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung von Fristen oder Termine aufgelöst werden.

Wer legt die Probezeit fest

Die Probezeit wird von ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn miteinander vereinbart und muss im Arbeits- oder Kollektivvertrag festgelegt sein, ansonsten gilt sie nicht.

Dauer der Probezeit

Für Angestellte und Arbeiter gilt eine Probezeit von maximal einem Monat. Auch kürzere Probezeiten können, laut Kollektivvertrag, vorkommen. Falls die Probezeit im Arbeits- oder Kollektivvertrag länger als einen Monat dauert, gilt laut AK „der überschießende Zeitraum in der Regel als befristetes Arbeitsverhältnis.“

Beendigung während der Probezeit

Grundsätzlich gibt es während der Probezeit weder Kündigungs- noch Entlassungsschutz. Das Arbeitsverhältnis kann in der Probezeit jederzeit – also sowohl von Arbeitnehmerseite als auch vom Arbeitgeberseite – und ohne Angabe von Gründen aufgelöst werden. Es müssen dabei weder Fristen noch Termine eingehalten werden. Allerdings muss die Auflösung spätestens am letzten Tag der Probezeit erfolgen. Ansonsten gelten die im Arbeits- oder Kollektivvertrag festgelegten Kündigungsfristen.

Welches Entgelt während der Probezeit?

Das vereinbarte Entgelt steht Ihnen bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Probezeit zu. Bezüglich Sonderzahlunge sind laut AK „die Bestimmungen im Kollektivvertrag wesentlich.“

Nach der Probezeit?

Nach der Probezeit wird entweder ein unbefristetes oder befristetes Arbeitsverhältnis vereinbart. Während so einer Befristung können grundsätzlich weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer kündigen. Eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses ist jedoch möglich. Zusätzlich ist bei längeren Befristungen die Vereinbarung einer extra Kündigungsmöglichkeit denkbar. Wenn eine Seite das Arbeitsverhältnis auflösen möchte, geschieht dies mit Ablauf der Befristung.

Diskriminierungsgründe

Wenn die Auflösung aufgrund einer eines Diskriminierungsgrundes erfolgt, kann sie angefochten bzw. Schadenersatzansprüche an den Arbeitgeber gestellt werden. Diskriminierungsgründe sind z.B. Alter, Geschlecht, Behinderung, sexuelle Orientierung oder Religion.

Julia DiFranco
Julia DiFranco bloggt sei 2011 für die CAREER & Competence über karrieretechnische Themen rund um Arbeitsalltag, Karriere-Design und Studentenleben.