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Stellenanzeigen richtig interpretieren

Sie haben gerade Ihr Studium abgeschlossen oder Ihr alter Vertrag läuft bald aus? Dann ist es Zeit, Stellenanzeigen zu durchforsten. Die intensive Auseinandersetzung damit hilft, in der Bewerbung gezielt auf die gewünschten Kriterien eingehen zu können.

Bei welchem Unternehmen bewerbe ich mich?

Die Selbstbeschreibung des Unternehmens steht meist an erster Stelle. Falls Sie das Unternehmen nicht bereits kennen, erhalten Sie hier einen ersten Eindruck über Größe und Art des Unternehmens.

Die Anforderungen zu 100% erfüllen?

Stellenanzeigen bestehen des Weiteren aus Aufgaben und Anforderungen bzw. dem gewünschten Profil. Bei den Anforderungen wiederum wird häufig zwischen Muss- und Kann-Kriterien unterschieden.

Wir wollten wissen, wie strikt Personalverantwortliche hinsichtlich der Übereinstimmung von Muss- und Kann- Kriterien sind? Mario Angerer, Personalberater bei conSALT sagt: „Die Muss-Kriterien sollten erfüllt werden, wenn man dann zusätzlich das ein oder andere Kann-Kriterium anbieten kann, dann sollte man sich auf jeden Fall bewerben. Wenn ein Muss-Kriterium nicht erfüllt werden kann, ist es empfehlenswert zu beschreiben was einen trotzdem für die ausgeschriebene Stelle qualifiziert.“

Wie ist das mit den Soft-Skills?

Seltener im Anschreiben, häufiger im Lebenslauf werden sie erwähnt – Soft-Skills. Und spätestens beim Bewerbungsgespräch kommen sie zur Sprache. Was aber steckt wirklich hinter Skills, wie ‚belastbar’, ‚flexibel’ oder ‚Organisationstalent’? „Unter ‚belastbar’ wird der Umgang mit Stress bzw. einer Mehrfachbelastung verstanden. Mit ‚flexibel’ kann eine hohe Mobilität gemeint sein. ‚Organisationstalent’ hinterfragt, ob jemand Termine, Arbeitsabläufe planen und richtig priorisieren kann, ohne an Flexibilität einzubüßen. Aber was wirklich hinter den Soft-Skills steht“, so Angerer, „hängt auch von der vakanten Stelle ab“.

Noch ein Tipp vom Personalberater: „Überlegen Sie sich vor einem Bewerbungsgespräch, welche Soft Skills Sie am besten beschreiben. Machen Sie es dabei nicht abhängig davon, was der Personaler Ihrer Meinung nach hören möchte. Klären Sie vorab, ob die von Ihnen ausgesuchten Soft Skills zu dem Job passen, auf den Sie sich bewerben. Begründen Sie dann die von Ihnen ausgesuchten Soft Skills anhand ihres Werdegangs.“

Julia DiFranco
Julia DiFranco bloggt sei 2011 für die CAREER & Competence über karrieretechnische Themen rund um Arbeitsalltag, Karriere-Design und Studentenleben.